Donnerstag, 11. Juni 2009

Musikalische Irritationen




Langsam beginne ich, mich an meine alten Vorlieben zu erinnern. Zu diesen gehört die sogenannte „Alte Musik“, Musik aus dem Vorbarock also. Als ich nach ein paar Musikbeispielen dafür suchte, stieß ich auf teilweise sehr Erstaunliches und Verwirrendes. Wir beginnen mit Johann Hermann Schein und dieses oben zu findende Beispiel ist durchaus noch nur unterhaltsam.



Dies Stück ist von Don Carlo Gesualdo, Principe di Venosa, dessen spannungsvolle Harmonik in seinen Kompostionen mehr als erstaunlich ist, ein in der Tat erstaunlicher Mann, abgesehen davon, daß er seine Frau, deren Tochter und den vermuteten Liebhaber umbrachte.



Und endlich sind wir bei Walther von der Vogelweide gelandet, den meisten Deutschen ist zumindest der Name schon einmal untergekommen, anderen sei gesagt, ein großer deutscher Dichter von vor etwa 800 Jahren, er hat so etwas wie die Hymne der Kreuzzüge erschaffen, das Palästinalied, von dem wir gerade die Melodie gehört haben. Hier fand ich eine Interpretation, die dem Original wohl recht nahe kommt.



Und um die Merkwürdigkeit voll zu machen, das Ganze in einer modernen Aneignung. Seltsame Wege, in der Tat.


Keine Kommentare: